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Die Zukunft von Cookieless: Wichtige Erkenntnisse vom Minted-Event in Paris

Rui de Freitas
13 Okt 2024
5 min read
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Die Zukunft von Cookieless: Wichtige Erkenntnisse vom Event in Paris

Die Veranstaltung „The Future of Cookieless“, die am 8. Oktober 2024 in Paris stattfand, versammelte über 350 Fachleute von Agenturen, Advertisern und ad tech Providern. Das Event konzentrierte sich auf den rasanten Rückgang von third-party cookies. Es unterstrich die dringende Notwendigkeit für die digitale Marketingbranche, auf cookieless Alternativen umzuschwenken, und löste aufschlussreiche Diskussionen über die Zukunft der digitalen Werbung und den Datenschutz aus.

1. Das Ende der Testphase – Zeit für die Implementierung

In einer Podiumsdiskussion untersuchten Führungskräfte von Dentsu, Weborama und GroupM France den Übergang vom Testing zur Implementierung von cookieless Lösungen. Antoine Beillan von GroupM wies auf die Notwendigkeit hin, sich anzupassen und gleichzeitig effektive Targeting- und Measurement-Funktionen beizubehalten. Margarita Zlatkova von Weborama teilte Einblicke in ihre semantische contextual targeting Lösung und hob deren Fähigkeit hervor, Wörter so zu verknüpfen, dass ein bedeutsames User Engagement entsteht. Arthur Aurienris von Dentsu betonte die doppelten Auswirkungen des Wegfalls von Cookies – sowohl beim Targeting als auch beim Measurement – und unterstrich, wie wichtig die Wahl der richtigen Partner und Technologien ist.

2. Die Herausforderung von shared ID Lösungen

Eine weitere Diskussion drehte sich um shared ID Lösungen, an der Sophie Poncin von Utiq und Damien Prybis von OMD France teilnahmen. Poncin wies darauf hin, dass Advertisern ein robustes Attribution-Measurement geboten werden muss, welches Utiq bis Ende des Jahres liefern will. Prybis fügte hinzu, dass das Ziel für 2025 darin besteht, die Lösungen von Utiq in CTV zu integrieren, was die wachsende Bedeutung plattformübergreifender cookieless Strategien verdeutlicht.

3. Die Privacy Sandbox – Ein Balanceakt

Olivier Galichere von RTB House betonte die doppelte Bedeutung von Datenschutz und hochwertigen Daten in der Post-Cookie-Ära. Er beschrieb die Privacy Sandbox von Google als eine Lösung, die den Datenschutz der Nutzer mit der Fähigkeit zum Retargeting in Einklang bringt. Auch mit dem Verschwinden von Cookies bleibt der Bedarf an Verhaltensdaten bestehen, und die Privacy Sandbox bietet eine tragfähige Alternative, indem sie traditionelle cookie-basierte Technologien ersetzt.

4. Fortschritt ohne Google

Während eines Panels mit The Trade Desk, 79™ und Figaro Medias diskutierten die Teilnehmer, wie man mit oder ohne Google vorankommt. Laurent Cordier von The Trade Desk hob die Nutzung von first-party data hervor, die mit dem Schwinden von third-party cookies immer entscheidender wird. Camille Quiqueret von 79™ berichtete von einem erfolgreichen Test zur Zusammenführung von eID- und CRM-Datenbanken ohne Rückgriff auf third-party cookies, während Karine Rielland-Mardirossian von Figaro Medias auf die zunehmende Nutzung von ID- und CRM-Daten für Measurement und Datenaustausch hinwies.

5. Der Status der Cookieless-Adaption

Eine Präsentation von Philippe Bailly (NPA Conseil) und Erwan Le Page (MediaSquare) lieferte eine Momentaufnahme der Branchenadaption von cookieless Lösungen. Bis September 2024 hatten 92 % der ad tech Plattformen Verträge mit mindestens einer ID-Lösung unterzeichnet, wobei 76 % der Publisher eine ID-Alternative zu Cookies anboten – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Jahresbeginn. Diese Statistiken spiegeln die beschleunigte Einführung von cookieless Technologien in der Branche wider, getrieben durch den bevorstehenden Cookie-Phase-out.

6. Media-Agenturen und die Cookieless-Herausforderung

Jean-Baptiste Rouet von UDECAM und Publicis Media betonte, dass das Ende der third-party cookies das Media Planning wieder in den Vordergrund rückt und betrachtete dies eher als Chance denn als Rückschlag. Trotz des Phase-out behalten Cookie-First-Strategien für einige Agenturen weiterhin ihre Relevanz.

7. Jeder ist von Cookieless betroffen

In einer Keynote von Paul Ripart von Prisma Media lag der Fokus auf den Auswirkungen der cookieless Zukunft. Er hob hervor, dass 70 % der iOS-Nutzer Drittanbieter-Apps ablehnen, und prognostizierte, dass die neue User Experience von Chrome wahrscheinlich zu einer ähnlichen Ablehnung von third-party cookies führen wird. Ripart warnte, dass Targeting und Retargeting mit dem Verschwinden von third-party cookies wesentlich schwieriger werden, und forderte Advertiser auf, schnell zu handeln.

8. Häufige Fallstricke im Marketing Mix Modeling (MMM)

Die abschließende Keynote von Guilhem Bodin von Converteo untersuchte häufige Fehler bei Marketing Mix Modeling Projekten. Er identifizierte mehrere kritische Fehler, darunter das Ignorieren wichtiger Variablen, Unstimmigkeiten zwischen Media Planning und Datenanalyse sowie die Gleichbehandlung aller Kanäle. Bodin betonte die Notwendigkeit, die einzigartigen Merkmale jedes Kanals zu berücksichtigen und das Gesamtbild bei der Interpretation der Ergebnisse nicht aus den Augen zu verlieren.

Fazit: Eine Zeit der Transformation

Das Event unterstrich, dass das Verschwinden von third-party cookies nicht nur eine Herausforderung ist – es ist eine Chance für die digitale Werbebranche, Innovationen hervorzubringen. Von der Nutzung von first-party data und shared ID Lösungen bis hin zur Einführung neuer datenschutzorientierter Technologien wie der Privacy Sandbox stehen Advertiser und Agenturen nun an der Schwelle zu einer bedeutenden Transformation. Die Zeit des Experimentierens ist vorbei; die cookieless Zukunft ist da, und die Branche muss sich schnell anpassen.